Hinterhof in Kuningan

Rückansicht unseres Hauses in den Bergen von Kuningan. Das Fenster ganz rechts gehört zur Praxis, in der Mitte sind die Wohngebäude, im der Anbau links Lagerräume und Küche und die Zimmer von Siseri, der Köchin und ihrem Mann Janto, Mauer und Gärtner. Dahinter die Gärten: hier im javanischen Vulkanboden gedieh wirklich das meiste, was man anpflanzte, ganz im Gegensatz zum Kalimantan. Den Erdbeeren ging es sogar so gut, dass sie beschlossen, Früchte-tragen sei uncool, die vegetative Vermehrung ging ja auch mit Blättern alleine ganz passabel. Links hauptsächlich Bananen, die hohen dürren Bäumchen sind Papaya. Der schöne Baum vor dem Haus mit den unverdaulichen Kirschen war mein Lieblingssitz.

Am linken Bildrand beginnen die Reisfelder, und erstrecken sich so weit das Auge reicht; hundert Kilometer entfernt könnte man den Slamet sehen, den zweithöchsten Vulkan Javas.

Links unten vor dem Zaun der wichtige Bewässerungskanal für die Reisfelder. Die Zuteilung des Wassers wird seit je her genossenschaftlich geregelt. In Trockenzeiten kam es aber immer wieder zu Streitigkeiten, wenn unter dem Schutz der Dunkelheit "zufällig" ein Mäuerchen brach und das Wasser bevorzugt in ein bestimmtes Reisfeld lief.

Das Bild ist vom Wall aus gemacht, der als Zuschauertribüne den Fußballplatz umgab, und der verhinderte, dass jeder Ball im Reis landete.

Ich war gerne in Kuningan; die javanischen Kinder waren viel netter als die in Kalimantan. Es war gut, nicht bei jedem Schritt von einem Dutzend Kindern verfolgt zu werden, die aus voller Kehle "Belanda, belanda" johlten, wie das in Martapura zum Alltag gehört hatte.